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DECHEMA e.V.
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E-Mail:
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02.10.2003
Kontakt/Contact:
Dr. Christina Hirche
Tel. ++49 (0) 69 / 75 64 - 2 77
Fax ++49 (0) 69 / 75 64 - 2 72
e-Mail:

Chemie und Denkmalschutz - Sonderkolloquium zum Jahr der Chemie 2003

Chemie und Denkmalschutz :

- Atmosphärische Einwirkungen auf national wertvolle Kulturgüter und Schutzmaßnahmen am Beispiel des Kölner Doms

- Damit Luftschadstoffen die Puste ausgeht - Chemie und Denkmalschutz schmieden neue Allianz zur Kulturgütersicherung

6. Oktober 2003, Wallraf-Richartz-Museum - Fondation Corboud, Köln

 

Auch Luft besteht aus chemischen Stoffen - natürlichen Bestandteilen und vom Menschen verursachten Schadstoffen. Sie können mit den Oberflächen von Kulturgütern reagieren und sie dadurch bei längerer Einwirkung schädigen. Welche Schadwirkungen eintreten und wie Kulturgüter besser vor atmosphärischen Einflüssen geschützt werden können, darüber sdiskutiert am 6. Oktober im Stiftersaal des Wallraf-Richartz-Museums, Köln, eine namhafte Expertenrunde. Das Weltkulturdenkmal Kölner Dom mit seinen Stein- und Glasobjekten aus Jahrhunderte alter Baugeschichte dient als Beispiel und Anschauungsmaterial. 200 Teilnehmer aus Schulen und Hochschulen, dem Denkmalschutz und  aus der breiten Öffentlichkeit haben sich angesagt.

Initiator ist der Gemeinschaftsausschuß „Chemie der Atmosphäre“ der wissenschaftlichen Gesellschaften DECHEMA (Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.), GDCh (Gesellschaft Deutscher Chemiker) und DBG (Deutsche Bunsengesellschaft) und dessen Vorsitzender, Prof. Dr. Karl-Heinz Becker, Universität Wuppertal. Unterstützend wirken die Kölner Dombauverwaltung und die Generaldirektion Forschung der Europäischen Kommission mit. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Sonderkolloquium finanziell mit einem nennenswerten Betrag, um damit auf die vergangene und auch künftige Bedrohung wertvoller Kulturgüter durch Luftschadstoffe aufmerksam zu machen und die Entwicklung notwendiger Schutzmaßnahmen aufzuzeigen.

 Die Veranstalter wollen auch deutlich machen, daß Forschungsförderung für den Denkmalschutz eine weiterhin notwendige Hoheitsaufgabe sowohl auf nationaler Ebene als auch auf europäischer Ebene bleiben muß. Sie plädieren für eine interdisziplinär ausgerichtete Forschung und Entwicklung mit dem Ziel zerstörungsfreier Untersuchungsmethoden und nachhaltiger Schutzmaßnahmen.

Es ist das erste Mal, sagt Professor Becker, daß die Thematik „Chemie und Denkmalschutz“ am konkreten Beispiel eines nationalen Kulturgutes auf so breiter Basis in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit rückt. Anlass ist das Jahr der Chemie 2003. Auch Wissenschaftler der Atmosphärenchemie bringen damit die Bedeutung zum Ausdruck, die sie der Erhaltung wertvoller Kulturgüter beimessen und bieten ihre Hilfe beim Schutz vor Umwelteinflüssen an. Kein anderes Bauwerk in Deutschland eignet sich dafür besser als das Weltkulturdenkmal Kölner Dom, an dem seit Baubeginn, Mitte des 13. Jahrhunderts, bis heute ständig gebaut und restauriert wird.

Unter anderem geht es um:

§         die Wechselwirkung luftgetragener Schadstoffe mit Stein- und Glasoberflächen im atmosphärischen Wandel und die dabei ablaufenden physikalisch-chemischen Vorgänge,

§         eine empfindliche und schnelle Analytik zur Aufdeckung von Schäden an unterschiedlichen Kulturgütern

§         chemische Schutzmaßnahmen,

§         künftige Schwerpunkte in Forschung und Entwicklung.

 

Zu den Referenten gehören:

Dr. Christian Patermann, Direktor der Umweltforschung in der Generaldirektion Forschung der EU-Kommission, Brüsselund

Dr. Johanna Leissner, EU-Generaldirektion Forschung, Brüssel

Prof. Dr. Karl-Heinz Becker, Universität Wuppertal

Prof. Dr. Gottfried Kiesow, Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Bonn

Prof. Dr. Manfred Schreiner, Akademie der bildenden Künste, Wien

Dombaumeisterin Prof. Dr. Barbara Schock-Werner und
Dr. Ulrike Brinkmann, Dombauverwaltung Köln

Restaurator Prof. Dr. Hans Leisen, Fachhochschule Köln und

Dr. Arno Weinmann,  Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Osnabrück

 

Auch die Ceinschlägige Industrie und Steinkonservierungswerkstätten sind mit Referenten vertreten:

Prof. Dr. Helmut Weber, Ebersberg, vormals Wacker Chemie

Dr. Markus Boos, Fa. Remmers Baustofftechnik, Löningen

Dr. Esther von Plehwe-Leisen und Dr. h. c. Hermann Wolf Ibach als Vertreter ihrer eigenen Werkstätten.

 

Mit zum Programm gehören Führungen am Kölner Dom zur Steinrestaurierung, zur Glasmalereirestaurierung, zu Ausgrabungen unter dem Kölner Dom und eine Dachführung.

 

 

Gesamtprogramm:

 

www.dechema.de/f-jdc.htm

www.physchem.uni-wuppertal.de

 

Kontakt:

 

Prof. Dr. Karl-Heinz Becker

Physikalische Chemie, Universität Wuppertal

Telefon: 0202/439-2666, e-mail:

 

Dr. Jürgen Wiesner,

Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. (DECHEMA), Frankfurt am Main

Telefon: 069/75 64-247/239, e-mail:

 

Dr. Heinz Behret

Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. (GDCh) und  Deutsche Bunsen-Gesellschaft für

Physikalische Chemie e.V. (DBG), Frankfurt am Main

Telefon: 069/7917-363, e-mail:

 

Dr. Johanna Leissner

Europäische Kommission, Generaldirektion Forschung, Brüssel

Telefon 0032-2-295 49 57, e-mail:

 

Dr. Arno Weinmann

Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Telefon 0541-9633-450, e-mail:

69/2003
© DECHEMA e.V. 1995-2008, Last update am 15.07.2008 von Claudia Rinck