Neues Release des DECHEMA Data Preparation Package bietet Interface zu ASPEN
Das Data Preparation Package der DECHEMA schließt die Lücke zwischen thermophysikalischen Messdaten und modellbasiert arbeitenden Prozesssimulatoren wie z.B. Aspen Plus, Chemcad, HYSYS oder PRO II. Messdaten können grafisch dargestellt und mit entsprechenden Funktionen bzw. thermodynamischen Modellen korreliert werden. Die Ergebnisse können exportiert und in die gewünschte Simulationssoftware übernommen werden.
Das Data Preparation Package ist als offenes System ausgelegt und nicht auf die Nutzung bestimmter Modelle beschränkt. Über eine Schnittstelle können vielmehr beliebige Thermodynamik-Module genutzt werden. Die neue Version 1.6 des Data Preparation Package enthält ein Interface zu Aspen’s Thermodynamik-Paket Aspen Properties. Anwender der Aspen Engineering Suite (AES) können daher ab sofort die gesamte Vielfalt der in Aspen’s Thermodynamik-Modul verfügbaren Modelle innerhalb des Data Preparation Packages nutzen.
Verschiedenartige Datensätze können simultan mit jeweils eigenen Fehlerfunktionen korreliert werden. Die Vorgehensweise kann zusätzlich mit einem Maximum-Likelihood-Algorithmus für die Berechnung der wahren „Messwerte“ kombiniert werden. Ein Beispiel hierfür ist die gleichzeitige Anpassung von VLE-, LLE-, HE-, γ-, γ8- und azeotropen Daten. Durch die gleichzeitige Anpassung an diese Daten wird die innere Konsistenz der Modelle im Vergleich zu einer ausschließlichen Anpassung an VLE-Daten erheblich verbessert.
Mit einer derartigen Datenaufbereitung ist eine der wesentlichen Vorbedingungen für eine detaillierte und vor allem realistische Simulation auch komplexer Prozesse – zumindest was die eingesetzte Thermodynamik angeht – gegeben.
Weitere Informationen unter www.dechema.de/infsys oder
Kontakt: Dr. U. Westhaus, DECHEMA e.V., |