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29.06.2004
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Dr. Christina Hirche
Tel. ++49 (0) 69 / 75 64 - 2 77
Fax ++49 (0) 69 / 75 64 - 2 72
e-Mail:

nanoDE – Factors for Success

Nano 2004 – 7th International Conference on Nanostructured Materials

Kurhaus Wiesbaden, 20. –24. Juni 2004

 

Ansprache von Dr. Wolfgang Stöffler, Bundesministerium für Bildung und Forschung,
anläßlich der Eröffnung am 21. Juni 2004

Sehr geehrte Damen und Herren

 

ich bedaure außerordentlich, dass es der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn - die im Programm angekündigt ist - heute wegen dringender aktueller Aufgaben in Berlin nicht möglich ist, diese Grußadresse an Sie zu richten. Ministerin Bulmahn bedauert dies ausdrücklich – sie wäre heute sehr gern nach Wiesbaden gekommen – und lässt sie herzlich grüßen.

 

Ministerin Bulmahn hat mich gebeten, diese ehrenvolle Aufgabe zu übernehmen. Mein Name ist Wolfgang Stöffler. Im Bundesministerium für Bildung und Forschung bin ich für den Bereich „Neue Technologien“ und damit für die Nanotechnologie zuständig.

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

 

„nanoDE – factors for success“ ist der anspruchsvolle Titel der heutigen Veranstaltung. Was aber sind die „factors for success“ im Hinblick auf die naturwissenschaftliche Forschung, die Umsetzung der Forschungsergebnisse in praktische Verfahren und Produkte und deren Flankierung und Förderung durch die Bundesregierung?

 

Gestatten Sie mir, dass ich meine Ausführungen mit einem Zitat beginne. Frei ins Englische übersetzt lautet es etwa:

 

„Die naturwissenschaftliche Forschung bildet immer den sicheren Boden des technischen Fortschritts, und die Industrie eines Landes wird niemals eine internationale, leitende Stellung erwerben und sie erhalten können, wenn das Land nicht gleichzeitig an der Spitze des naturwissenschaftlichen Fortschritts steht. Dieses herbeizuführen ist das wirksamste Mittel zur Hebung der Industrie“.

 

Dieser Satz ist heute 108 Jahre alt. Er stammt von Werner von Siemens. Das Zitat hat von seiner Gültigkeit nichts verloren. Der Schlüssel zur Zukunft, der Schlüssel für neue Arbeitsplätze liegt in Wissenschaft und Forschung, in Bildung und Ausbildung.

 

Die strategischen Felder von Wissenschaft und Forschung dürfen nicht länger den Rotstiften der Finanzminister zum Opfer fallen. In einer Welt, in der Arbeitsplätze, Wohlstand und soziale Sicherung von der Leistungsfähigkeit von Forschung, Wissenschaft und Technologie abhängen, muss die Zukunftsvorsorge in der Förderung dieser Bereiche ihren Schwerpunkt haben.

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

 

es besteht unter den Partnern der G-8-Staaten Konsens, dass die Forschungspolitik einen entscheidenden Beitrag zur Zukunftsgestaltung und zur Zukunftssicherung für kommende Generationen liefern muss. Die Ziele der Forschungspolitik werden durch die geistigen Herausforderungen unserer Zeit und die Zukunftsaufgaben von Wirtschaft und Gesellschaft bestimmt. Zusammen mit der Bildungs-, Wirtschafts- und Umweltpolitik ist Forschungspolitik zugleich Grundpfeiler einer modernen Industriepolitik, die eine ökologische Modernisierung der industrialisierten Volkswirtschaften unterstützt und langfristig wettbewerbsfähige Arbeitsplätze schafft.

 

Anfang des Jahres hat die Bundesregierung eine Innovationsoffensive unter dem Motto: „Partner für Innovation“ ins Leben gerufen. Wer zu einer Forschungs- und Bildungsoffensive aufruft, muss sich zuerst ein Bild von der Welt von Morgen machen. Das 21. Jahrhundert löst Befürchtungen und Hoffnungen aus. Befürchtungen vor ökologischen Katastrophen, vor Arbeitslosigkeit, Kriegen und immer mehr hungernden Menschen in der Dritten Welt. Wer von sich behauptet, das er frei von diesen Befürchtungen sei, muss ein Ignorant sein. Forschung, Wissenschaft und Technik, die Enkel der Aufklärung, lassen aber auch eine andere Vision zu. Die Vision einer Welt, in der Armut und Krankheit eingedämmt und lebensbedrohende Konflikte und Umweltzerstörungen überwunden werden.

 

Wohin läuft die Technikentwicklung? Wie können die notwendigerweise begrenzten Forschungs- und Fördermittel am effektivsten eingesetzt werden? Wo und womit können wir morgen in den Industrienationen unser Geld verdienen? Auf welchen Feldern können wir die so nötigen neuen Arbeitsplätze schaffen? Wie sehen die Rahmenbedingungen hierzu aus? Der allseits beschworene Aufbruch in eine Forschungs- und Technologieoffensive macht nur Sinn, wenn wir wissen, oder zu mindestens möglichst richtig einschätzen können, wo die Märkte, wo die Aufgaben der Zukunft liegen. Hierzu möchte ich sechs Entwicklungslinien formulieren:

 

Die erste betrifft die Konsequenzen des Neueintritts von mehr als 2 Mrd. Menschen in die industrialisierte Welt - das entspricht etwa einer Verdreifachung gegenüber heute. Allein die chinesische Wirtschaft wächst jährlich real um über 10%.

 

Osteuropa, das sollte trotz der gegenwärtigen wirtschaftlichen Misere nicht übersehen werden, verfügt immer noch über ein beträchtliches Humankapital in Naturwissenschaft und Technik. Auch wenn es zur Zeit teilweise brachliegt, könnte dieses Potential dem Wirtschaftsaufschwung in Osteuropa in absehbarer Zeit erheblichen Auftrieb verleihen. Hinzu kommen die Energie- und Rohstoffreserven von Rußland, Kasachstan und anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion, die im Zuge ihrer Erschließung und verbesserten Nutzung so etwas wie eine zweite OPEC entstehen lassen könnten.

 

Selbst die islamische Welt könnte zu neuem Wohlstand finden, wenn es ihr gelingt, sich von der fundamentalistischen Krankheit zu befreien. Schließlich waren arabische und persische Naturwissenschaftler, Mathematiker, Ärzte und Astronomen einst die Lehrer der Europäer.

 

Wenn das Wachstum der neuen Industrieländer sich allerdings an den Mustern der alten orientiert und nur zu einer weiteren Dimension der Ressourcen-Verschwendung und Umweltbelastung führt, steuert die Welt in eine extrem kritische Situation. Wir werden - nüchtern gesprochen - das Kapital zur Reparatur unseres Planeten nicht mehr aufbringen können.

 

Die Erkenntnis, das vieles von dem was die Menschheit im Namen des Fortschritts macht, unhaltbar ist und geändert werden muss, setzt sich langsam - vermutlich zu langsam - durch. Einige Kritiker behaupten, die Grenzen des Wachstums seien bereits erreicht, von nun an sei daher "Null-Wachstum" geboten. Die meisten schweigen sich jedoch darüber aus, wie bei Null-Wachstum der Grundbedarf von demnächst sieben oder acht Milliarden Menschen gedeckt werden kann.

 

So wird die Menschheit in Zukunft mit Sicherheit mehr Energie verbrauchen als heute. Diese muss jedoch in zunehmenden Maße nicht aus fossilen Brennstoffen, sondern aus anderen Quellen stammen. Die Lösung des Energieproblems ist eine der größten Herausforderungen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung und zeigt gleichzeitig am deutlichsten das Dilemma, vor dem wir stehen. Heute sind in Nordrhein-Westfalen mehr Autos angemeldet, als auf dem gesamten afrikanischen Kontinent. Das wird nicht so bleiben. Die aktuellen Entwicklungen in China oder Indien sprechen für sich.

 

Die zweite Entwicklungslinie betrifft folgerichtig den Umgang mit Energie und die dritte den Umgang mit Rohstoffen. Die Kernenergie hat die in sie gesetzten Hoffnungen der 60er und 70er Jahre nicht erfüllen können. Die ungelöste Abfallbeseitigung und die verbleibenden Betriebsrisiken - jedenfalls weltweit - stehen dem entgegen. Die Systemforschung zur wirtschaftlichen Energieeinsparung und die Entwicklung preiswerter und regenerativer Energieerzeugung müssen von daher eine hohe Priorität erhalten. Kurzfristig liegt unser Technologiepotential eindeutig bei der Einsparung von Energie. Experten rechnen hier mit 20 bis 30% Einsparung beim Primärenergieverbrauch.

 

Die gegenwärtigen Grenzen des Wachstums liegen weniger in der Erschöpfung von Rohstoffen - von Erdöl und anderen Bodenschätzen. In den meisten Fällen sind die Grenzen heute durch die Aufnahmefähigkeit des Ökosystems für Abfälle gesetzt. Unser Planet kann in zunehmenden Maße Abfälle aller Art nicht mehr verkraften, ohne Schaden zu nehmen.

 

Wir müssen daher unsere Industriegesellschaften ökologisch modernisieren und dann die Produkte einer ökologisch modernisierten Industriegesellschaft - wenn sie nicht mehr gebraucht werden - so weit wie möglich ohne Müllerzeugung wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückführen. Natürlich ist diese Forderung nur langfristig erfüllbar. Die "terms of trade" werden grundlegend verändert, wenn mehr und mehr rezyklierbare Produkte von den hoch entwickelten Märkten aufgenommen werden. Daher fördert das BMBF Forschungsprojekte zur Kreislaufwirtschaft mit Priorität.

 

Die vierte Entwicklungslinie heißt: "Von der Natur lernen". Die Technik steht nicht außerhalb der Natur. Die nähere Betrachtung der Vorgänge im Tier- und Pflanzenreich oder die technische Analyse besonderer Fähigkeiten der Entwicklungen, die Lebewesen zustande gebracht haben, zeigt ganz klar, dass sich auch die Natur "der Technik bedient". Die Natur bedient sich allerdings einer sanften Technologie. Ihre Strategie verfolgt das Prinzip, so viel wie möglich mit so wenig wie nötig zu erreichen. Die Natur hat es vorgemacht, wie man mit knappen und knapper werdenden Ressourcen umgeht und wie nachhaltig gewirtschaftet werden kann.

 

Nicht die Technik als solche ist unser Problem, sondern wie und mit welchem Aufwand wir Technik betreiben. Wir könnten uns manchen Irrtum oder Irrweg ersparen, wenn wir zuerst nach Lösungen schauen, die die Natur längst parat hat.

 

Die fünfte Entwicklungslinie ist die Inter- bzw. Transdisziplinarität. Alle gängigen Technologiestudien belegen, das sich Innvoationen sehr häufig an den Grenzbereichen verschiedener Wissenschaften ergeben. Die Musik spielt da, wo sich die Fachdisziplinen überschneiden. Die Zahl der Bereiche in Forschung und Technik, die ihre Autonomie verlieren, wird zunehmen. Wir erleben heute, dass der Mathematiker ein Biologiebuch zur Hand nimmt, um neue "evolutive" mathematische Methoden zu erarbeiten, um so das Strömungsverhalten von Turbinen vorherzusagen. Informatiker und Ingenieure wollen von der Natur lernen, wie man fehlertolerante Computer baut usw. Die Instrumente zum Zusammenfügen unterschiedlichen Know-hows fehlen heute oft noch. Sie müssen weltweit organisiert und gefördert werden.

 

Eine weitere Herausforderung durch die Technologie der Zukunft besteht darin, die berufliche Qualifikation der wissenschaftlichen Mitarbeiter sowohl in der Industrie als auch in der wirtschaftsnahen Forschung und an den Hochschulen von schmalbandiger Spezialisierung auf lösungsorientierte, fachübergreifende Kompetenz umzupolen und die Flexibilität und die Fähigkeit zur Zusammenarbeit zu stärken.

 

Als sechste Entwicklungslinie ist der Trend zur Dienstleistungsgesellschaft zu sehen. Wir werden uns von alten Leitbildern trennen müssen. Ob wir wollen oder nicht - wir befinden uns auf dem Weg von der Produktions- zur Dienstleistungsgesellschaft. Durch Mechanisierung und Informatisierung der industriellen Produktion stellen immer weniger Menschen immer mehr Güter her. Da die Nachfrage bei weitem nicht mit der realen Produktivitätssteigerung in der Industrie Schritt hält, sinkt die Zahl der Industriebeschäftigten entsprechend.

 

Mit der zunehmenden Automatisierung erleben wir die Abkopplung des Arbeitsmarktes vom Sozialprodukt. Die letzten 20 Jahre zeigen in praktisch allen Industrieländern einen absoluten oder zumindest relativen Rückgang der Zahl der Beschäftigten in der Industrie und einen Anstieg des privaten und öffentlichen Dienstleistungssektors. Dieser Anstieg der Beschäftigung im Dienstleistungssektor hat seine Ursache nicht in einer Zunahme persönlicher Dienstleistungen, wie der Begriff Dienstleistungssektor suggeriert, sondern ist die unmittelbare Folge einer steigenden Komplexität in Wirtschaft und Gesellschaft. Neben die persönliche Dienstleistung tritt die kompetenzintensive Dienstleistung.

 

Das der finanzpolitische Handlungsspielraum absehbar auf Jahre hinaus eng wird, darf nicht heißen, das für die Sicherung günstiger Innovations- und Standortbedingungen in Europa wenig getan werden kann. In vielen Fällen lassen sich die Innovationsbedingungen auch an Stellen verbessern, wo es kein Geld kostet. Hier hat der Staat und zunehmend die europäischen Kommission und das Europäische Parlament ein wichtiges Aufgabenfeld. Angesprochen ist damit vor allem die Fülle staatlicher Vorschriften, Regelungen und Auflagen, die jede für sich zwar gute Gründe haben mögen, die in ihrer Gesamtheit aber immer undurchsichtiger geworden sind. Die Harmonisierung der Rahmenbedingungen ist eine der Hauptvoraussetzungen für das Funktionieren eines globalen Marktes.

 

Neue Märkte - und damit neue Arbeitsplätze - entstehen zuerst dort, wo die Rahmenbedingungen stimmen und wo technologische Spitzenpositionen besetzt werden, wo qualitatives Wachstum Impulse für Innovationen entstehen lässt und wo diese Impulse von jungen Unternehmerinnen und Unternehmern erfolgreich aufgegriffen werden können.

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

 

es ist ihnen nicht entgangen: alle von mir aufgezeigten sechs Entwicklungslinien laufen auf die ein oder andere Art und Weise auf den weiten Bereich der Nanotechnologie zu. Nanotechnologie ist der Schlüssel für eine innovative Technologieentwicklung und damit selbst ein wesentlicher „factor for success“, einer innovativen Forschungspolitik.

 

Nanotechnologie ist energie- und ressourcensparend und zeigt auf vielfältige weise Wege zu einer künftigen nachhaltigen Entwicklung auf. Inter- und Transdisziplinarität sind dabei selbstverständlicher Bestandteile der Nanotechnologie und natürlich heißt Nanotechnologie auch immer: „von der Natur zu lernen“.

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

 

gestatten sie mir, noch kurz auf die Förderstrategie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung einzugehen.

 

In der Nanowissenschaft bescheinigt man Deutschland, dank einer rechtzeitigen Erkennung der Bedeutung der Disziplinen übergreifenden Nanotechnologie und dank der schon frühzeitig einsetzenden intensiven Förderung von Projekten durch das BMBF gute bis sehr gute Ergebnisse in der Grundlagenforschung. Die Umsetzung jedoch, die industrielle Anwendung, so wird uns wiederum bescheinigt, bleibt noch verbesserungswürdig.

 

Für viele in Deutschland wichtige Industriebranchen wie Automobilbau, Informationstechnik, Chemie, Pharma und Optik hängt die künftige Wettbewerbsfähigkeit jedoch mehr und mehr von der Erschließung des Nanokosmos ab.

 

Hier setzt die „Deutsche Zukunftsoffensive für die Nanotechnologie“ an. Wir wollen die weltweit konkurrenzfähige deutsche Grundlagenforschung Ziel orientiert nutzen. Wir wollen die Anwendungspotenziale der Nanotechnologie durch strategisch ausgerichtete Forschungskooperationen – so genannte „Leitinnovationen“ - erschließen. Ziel ist es, das Budget für die Förderung der Nanotechnologie für das Jahr 2005 und die folgenden Jahre deutlich zu erhöhen. Der Aufbruch, der in der wachsenden Dynamik der Nanotechnologie sichtbar wird, ist geschafft; jetzt kommt es darauf an, die Weichen für die künftige Förderung richtig zu stellen.

 

Dieser strategische Gesamtansatz ist Grundlage des neuen BMBF-Rahmenkonzeptes „Nanotechnologie erobert Märkte“ und steckt den Handlungsrahmen für die künftige, neu ausgerichtete Nanotechnologieförderung des BMBF ab.

 

Zur Erschließung der Markt- und Beschäftigungspotenziale im Bereich der Nanotechnologie wird die Projektförderung auf zunächst vier Leitinnovationen fokussiert, die sich an den Wertschöpfungsketten der Automobilbranche (NanoMobil), der Optische Industrie (NanoLux), der Pharma- und Medizintechnik (NanoforLife) sowie der Elektroniksparte (NanoFab) ausrichten. Zusätzlich wird 2005 eine neue BMBF-Fördermaßnahme zur gezielten Unterstützung FuE-intensiver klein- und mittelständischer Unternehmen (KMUs) gestartet (NanoChance).

 

Die bisherige erfolgreiche Förderung innovationsorientierter Verbünde aus Wissenschaft und vorwiegend klein- und mittelständisch orientierten Unternehmen wird über gezielte Ausschreibungen verschiedener Fachprogramme (WING, IT2006, Optische Technologien, Biotechnologie) fortgesetzt.

 

Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses wird der „Nachwuchswettbewerb Nanotechnologie“ weitergeführt und auch die Diskussion über die Innovations- und Technikfolgenabschätzung wird aktiv aufgegriffen, um die Chancen der Nanotechnologie auszunutzen und Risiken zu vermeiden.

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

 

die Grenzen zwischen belebter und unbelebter Materie verwischen. Künftig werden wir in die kleinstmögliche nutzbare Dimension vorstoßen.

 

Pläne reichen von der Konstruktion künstlicher Biokatalysatoren für den Einsatz in der medizinischen Diagnostik und Therapie bis hin zu sich selbst reparierender molekularer Nanobauteile. Am Ende könnten selbst heilende Oberflächen, Quantencomputer und Nanomaschinen stehen, die auf der Ebene von Atomen und Molekülen arbeiten. Vieles ist heute noch Wunschdenken. Klar ist aber: wir stehen am Anfang einer phantastischen Entwicklung.

 

Von daher wünsche ich uns allen auf dieser Tagung anregende Informationen, einen regen Meinungsaustausch, spannende Diskussionen und ich bin sicher, dass die nächsten zwei Tage – auch und gerade durch ihre Mitwirkung - Meilensteine bei der Entwicklung der Nanotechnologie in Deutschland sein werden.

 

Vielen Dank!


© DECHEMA e.V. 1995-2009, Last update am 15.07.2008 von Claudia Rinck