Die deutschen Fachhochschulen haben mit dem 8-semestrigen Studiengang zum Dipl.-Ing. (FH) in mehr als drei Jahrzehnten ein Absolventenprofil entwickelt und angeboten, das sich in allen Tätigkeitsfeldern dieser Ingenieure als berufsqualifizierend bestens bewährt hat, sich großer und breiter Anerkennung erfreut und klar definiert ist. Deshalb fordern die Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie (DECHEMA), die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und der Verband der Chemischen Industrie (VCI) bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses die Freiräume der Fachhochschulen so zu gestalten, daß diese bei der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen dieses Qualitätsniveau nicht nur erhalten, sondern weiter entwickeln können.
Für den Erfolg und die Akzeptanz bei Studierenden und Arbeitgebern sind für die Bachelorstudiengänge im Chemieingenieurwesen drei Kriterien von entscheidender Bedeutung, deren Einhaltung deshalb gefordert wird.
1. Zur Profilierung der FH-Studiengänge gegenüber den Universitätsstudiengängen und zur Sicherstellung der Transparenz der künftigen Abschlüsse müssen sich die FH-Studiengänge auch in Zukunft durch eine ausgeprägte Anwendungsorientierung und einen definierten Praxisbezug auszeichnen.
2. Der geforderte Praxisbezug der Bachelorausbildung an den Fachhochschulen ist nur durch ein 7-semestriges Studium unter Einbeziehung eines berufspraktischen Semesters in Unternehmen, Forschungseinrichtungen oder Behörden sicherzustellen.
3. Die Qualifizierung des Bachelors für den konsekutiven Einstieg in ein Masterstudium, oder in definiert zu regelnden Fällen der Hochbegabtenförderung direkt in ein Promotionsstudium, darf nicht durch vorgegebene und staatlich geregelte Übergangsquoten unterminiert werden. |