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Press release ¤ Information de presse

DECHEMA e.V.
Theodor-Heuss-Allee 25
D-60486 Frankfurt am Main
Telefon (069) 7564-0
Telefax (069) 7564-201
E-Mail:
http://www.dechema.de

12.01.2005
Kontakt/Contact:
Dr. Christina Hirche
Tel. ++49 (0) 69 / 75 64 - 2 77
Fax ++49 (0) 69 / 75 64 - 2 72
e-Mail:

Stoffströme der Chemie in der Industriegesellschaft- am Beispiel „Textile Bodenbeläge“

Teppichböden sind fast in jedem Haushalt und vielen öffentlichen Gebäuden zu finden. Wieviel Rohstoffe, Energie und Wasser dafür verbraucht werden und daß auch Emissionen und die Möglichkeiten des Recycling schon beim Herstellungsprozeß Beachtung finden müssen, ist dem Verbraucher kaum bekannt. Ihn interessieren Qualität und gesundheitliche Unbedenklichkeit der Produkte. Für die Industrie sind diese Stoffströme jedoch eine wichtige Größe, sowohl aus Sicht der Kosten und des Ressourcenverbrauches wie auch des Umwelt- und Gesundheitsschutzes. Eine soeben erschienene Studie geht diesen Fragen nach.

 

In unserer modernen Industriegesellschaft sind viele Stoffströme bei der Herstellung von Waren und entlang ihres weiteren Lebensweges mit chemischen Produkten verbunden. Eine Betrachtung und Bewertung aus der Sicht des Umwelt- und Gesundheitsschutzes ist deshalb wünschenswert. Dies gilt insbesondere, wenn die chemischen Stoffe auch zum Endverbraucher gelangen und dessen Lebensbereiche berühren.

 

Dieser Aufgabe haben sich die DECHEMA (Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.) und die GDCh (Gesellschaft Deutscher Chemiker) mit einem exemplarischen Projekt angenommen. Als Modellvorhaben diente die Teppichbranche, da der textile Bodenbelag wegen seiner großflächigen Anwendung eine hohe Bedeutung für den Wohn- und Arbeitsbereich des Menschen hat. Zudem konnte auf umfangreiches Daten­material aus der Teppichbranche selbst zurückgegriffen werden.

 

Unter Mitarbeit der Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichboden e.V. (GUT) und des Deutschen Teppich-Forschungsinstituts e.V. (TFI) entstand eine komplexe Analyse, die alle Stoffströme - von der Herstellung über die Nutzung bis hin zur Entsorgung textiler Bodenbeläge - umfaßt. Die Aussagen der Studie gelten allgemein für Westeuropa.

 

Dargestellt sind die Stoffmengen und –flüsse, die in die Teppichbodenproduktion eingehen (Rohstoffe, Energie etc.) und die von ihr initiiert werden, einschließlich der Einträge als Emissionen in Luft und Wasser und als Abfall. Darüber hinaus wird der Versuch unternommen, eine Aussage für die Nutzungsphase zu machen und im Hinblick auf die Innenraumbelastung zu bewerten. Zur Diskussion um die Motten- und Käferschutzausrüstung von Wollteppichen und die Problematik der Hausstaubmilbenallergie enthält die Studie eine zusammenfassende Bewertung des heutigen Wissensstandes.

 

Die Studie verdeutlicht, daß ein verantwortlicher Umgang mit den Produkten von jedem am Produktlebensweg Beteiligten - Produzenten und Konsumenten - wahrgenommen werden muß. Beispielhaft dafür ist eine Reihe umweltentlastender und ressourcensparender Entwicklungen, die sich bereits in der heutigen Betriebspraxis niedergeschlagen haben. So arbeiten zum Beispiel Teppich-, Farbstoff- und Faserhersteller eng zusammen, um die Farbgebung bei sparsamem Chemiekalieneinsatz und geringst möglicher Umweltbelastung zu erreichen.

 

Der Bericht (205 Seiten, verfügbar als CD) ist kostenlos über eine der nachfolgenden Adressen erhältlich:

- DECHEMA e.V., Referat Umweltschutz, E-Mail

- GDCh, Abt. Fachgruppen, E-Mail

- GUT, E-Mail

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© DECHEMA e.V. 1995-2009, Last update am 15.07.2008 von Claudia Rinck