Mit dem Jochen-Block-Preis 2005 der Fachsektion Katalyse der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. wird in diesem Jahr Dr. Günther Rupprechter vom Fritz-Haber-Institut, Berlin, ausgezeichnet. Der Preis wird anläßlich des Jahrestreffens Deutscher Katalytiker am 16. März 2005 in Weimar vergeben.
Prämiert werden damit seine herausragenden Forschungsarbeiten zu Struktur-Aktivitätskorrelationen in der heterogenen Katalyse. So hat er verschiedene Ansätze der klassischen Katalyseforschung mit einer gezielten Oberflächenanalytik verbunden und durch Anwendung von in-situ-Spektroskopie auf katalytische Prozesse an Modelloberflächen ein nahezu vollständiges Bild der untersuchten Oberflächenprozesse erhalten. Sowohl die Oberflächenstruktur und Zusammensetzung der Katalysatoren als auch die Bindungsverhältnisse von Absorbaten und Intermediaten und die katalytische Aktivität selbst können auf diesem Wege erfaßt werden.
Günther Rupprechter (Jahrgang 1966) studierte und promovierte im Fach Chemie an der Universität Innsbruck. Schon in seiner Doktorarbeit bei Prof. K. Hayek beschäftigte er sich mit Keimbildung, Wachstum und katalytischen Eigenschaften von Edelmetall-Nanoteilchen durch Untersuchungen mittels hochauflösender Elektronenmikroskopie und Mikroreaktorstudien. Nach einem Postdoc-Aufenthalt von 1996 bis 1998 an der University of California Berkeley und am E.O. Lawrence Berkeley National Laboratory (bei Prof. G.A. Somorjai) wechselte er 1999 an das Fritz-Haber-Institut, Berlin, in die Abteilung von Prof. H.-J. Freund und etablierte dort die Arbeitsgruppe „Laserspektroskopie und Katalyse“. Diese Thematik führt er auch in seiner Habilitation weiter. Dr. Rupprechter ist Autor von über 65 Veröffentlichungen. Er war Stipendiat verschiedener Förderorganisationen und als Gastwissenschaftler u.a. an Universitäten in Spanien und Mexiko tätig.
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