Preise für Nachwuchswissenschaftler
Ausschreibung der DECHEMA-Preise für Naturstoff-Forschung
Die DECHEMA e.V. und die DECHEMA-Fachgruppe "Niedermolekulare Naturstoffe mit biologischer Aktivität" schreiben jährlich einen Doktoranden- und einen Nachwuchswissenschaftler-Preis für Naturstoff-Forschung aus.
Die Preise werden jährlich von der DECHEMA e.V. und der DECHEMA-Fachgruppe "Niedermolekulare Naturstoffe mit biologischer Aktivität" verliehen und werden unterstützt von AnalytiCon Discovery GmbH, BASF SE, Bayer Schering Pharma AG, Boehringer Ingelheim GmbH, Intermed Discovery GmbH, Sanofi-Aventis Deutschland GmbH und Unilever Netherland BV.
Doktoranden-Preis für Naturstoff-Forschung
Download der Ausschreibungsrichtlinien für Doktoranden
Preisträger:
2011: Dr. Tobias Brodmann, Universität Hannover
Er hat herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Synthese, Strukturaufklärung und Modifikation von Naturstoffen, speziell aus Myxobakterien erbracht. Besondere Beachtung verdient die erste Totalsynthese von Chivosazol F, mit der der synthetische Zugang zu diesem komplexen Naturstoff gelegt wurde. Dabei erlaubt die Verwendung einer intra-molekularen Kreuzkupplung den Aufbau des empfindlichen Polyen-Systems. Zusätzlich hat Herr Brodmann mit seiner Arbeit die vorgeschlagene Stereostruktur dieses Naturstoffs bestätigt und damit den Grundstein für weitere Optimierungen der biologischen Aktivität gelegt.
2010: Dr. Daniel Krug, Institut für Pharmazeutische Biotechnologie der Universität des Saarlandes
Er wurde für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Detektion, Identifizierung, Isolierung und Biosynthese von Naturstoffen ausgezeichnet. Besondere Beachtung verdient dabei die Entdeckung der Imidacine durch Genome Mining und die Entwicklung von allgemein einsetzbaren analytischen und bioinformatischen Methoden für die Sekundärstoff-Metabolomik
2009: Dr. Tobias A. M. Gulder, Institut für Organische Chemie, Universität Würzburg
Er hat herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Isolierung, Strukturaufklärung, Biosynthese und Synthese von Naturstoffen unter anderem aus marinen Schwämmen erbracht. Besondere Beachtung verdient die Entdeckung, dass das Anthrachinon Chrysophanol in der Natur - je nach Produzent - über verschiedene Polyketidfaltungswege entstehen kann.
2008: Dr. Laila Pamela Partida-Martinez, Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie e.V., Jena
Sie hat in ihrer Promotionsarbeit den ersten Fall beschrieben, bei dem ein Mykotoxin nicht von einem Pilz, sondern von endosymbiotischen Bakterien produziert wird. Ihre multidisziplinären Arbeiten zu dieser neuartigen Bakterien-Pilz-Symbiose sind von hoher ökologischer und medizinischer Bedeutung und haben international große Anerkennung gefunden.
Nachwuchswissenschaftler-Preis für Naturstoff-Forschung
Download der Ausschreibung für Nachwuchswissenschaftler
Preisträger:
2011: Dr. Andriy Luzhetskyy, Universität des Saarlandes, Saarbrücken
Herr Dr. Andriy Luzhetskyy entwickelt mit herausragendem Erfolg neue Werkzeuge für die Aktinomycetengenetik. Er setzt diese Werkzeuge auf dem Gebiet der mikrobiellen Genetik von Naturstoffproduzenten ein und baut somit eine Brücke zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung. Insbesondere seine Mutagenesewerkzeuge und seine Reportersysteme haben große Anerkennung gefunden.
2010: Dr. Hans-Dieter Arndt, Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie, Dortmund
Für herausragende Erfolge in der chemischen Biologie von Naturstoffen. Er wendet moderne Methoden der Synthesechemie an, um das Verständnis der biologischen Funktionen von Naturstoffen zu verbessern.
2009: Prof. Dr. Elke Dittmann, Humboldt-Universität, Berlin
Für herausragenden Erfolg in der Biosynthese, Funktion und Diversität von nichtribosomalen und ribosomalen Peptiden aus Cyanobakterien. Insbesondere haben ihre Arbeiten zur Ökologie und Evolution von cyanobakteriellen Toxinen und anderen Sekundärmetaboliten große Anerkennung gefunden.
2008: Dr. Dirk Menche, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH, Braunschweig
Für herausragende Erfolge in der synthetischen Naturstoffchemie und der Strukturaufklärung komplexer Metabolite aus Myxobakterien. Insbesondere haben seine originellen analytischen und synthetischen Arbeiten zum V-ATPase-Inhibitor Archazolid große Anerkennung gefunden.
2007: Dr. Helge Björn Bode, Universität des Saarlandes
Für herausragende Erfolge der Chemie und der Molekularbiologie von naturstoffproduzierenden Mikroorganismen. Insbesondere seine Arbeiten zur Rolle von Lipiden im komplexen Entwicklungszyklus von Myxobakterien haben große Anerkennung gefunden.
2006: Prof. Dr. Georg Pohnert, EPF Lausanne
Für herausragende Erfolge auf dem Gebiet der chemischen Ökologie. Anerkennung finden insbesondere seine Leistungen bei der Aufklärung der dynamisch chemischen Verteidigungsstrategien von marinen Algen, wobei höchst originelle chemische und biologische Methoden und Gesichtspunkte seine Forschungsansätze auszeichnen.
2005: Dr. Christian Hertweck, HKI Jena
Für herausragende Erfolge auf dem Gebiet der bioorganischen Synthese. Anerkennung finden insbesondere seine Leistungen zur Aufklärung und Charakterisierung von Biosynthesewegen mit bislang unbekannten Enzymen, die zur Bildung strukturell ungewöhnlicher Polyketid-Wirkstoffe in Streptomyceten und Pilzen führen.
2004: Dr. Jörn Piel, MPI für Chemische Ökologie, Jena
Für chemische und molekulargenetische Arbeiten zum Sekundärstoffwechsel von Bakterien. Insbesondere ist es ihm gelungen, die Biosynthese des Pederins und verwandter Naturstoffe aus nichtkultivierten bakteriellen Symbionten von Invertebraten aufzuklären.
2003: Dr. Roderich Süßmuth, Universität Tübingen
Für herausragende Arbeiten zur Aufklärung der Biosynthese von Glykopeptid-Antibiotika des Vancomycin-Typs.
2002: Dr. Rolf Müller, GBF, Braunschweig
Für herausragende Arbeiten zur Molekularbiologie der Sekundärstoff-Biosynthese in Myxobakterien.
2001: Dr. T. Lindel, Universität Heidelberg
Für herausragende Arbeiten zur Isolierung und Strukturaufklärung von Naturstoffen aus Meeresorganismen sowie seinen Leistungen auf dem Gebiet der Naturstofsynthese.
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